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Nikolausfeier 1999

Von draus, vom Aldi komm ich her, ich muß euch sagen -
- Es weihnachtet sehr.
Allüberall auf den Tannenspitzen, sah ich goldene Lichtlein blitzen.
Und oben, aus dem 15nor, sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Bevor ich kam, prüft ich ihr lieben, seid übers Jahr ihr brav geblieben?
Habt ihr euch, demütig und fromm, hervorgetan in der GemeinDE, getan nur Gutes, was ich voll einseh oder
Vermeldeten mir meine Engel, von Niedertracht, Bier und gequengel?

Das gabs zwar auch, doch davon ihr lieben, da sei hier weiter nichts beschrieben,
wir wollen sparen mit dem Tadel, aufzeigen nur den echten Adel:

Hat vielleicht eines unter euch ein Gedicht gelernt, daß aufzusagen es sich traut?

So kommen nun die Braven Kinder
Zum Gabentisch, an meinen Sack, und laben sich!

Eröffnet sei der tolle Reigen, an diesem Platz mit Mark, dem süßen Fratz.
Lob sei ihm, weil er voll Eifer, uns spart manch unnötig Geschwafel, mit klaren Strichen an der Tafel - nur so weiter!

Leif, auch, vom selben Flur, ist positiv mir aufgefallen, putzt Zähne gründlich, öffntlich - ein Vorbild allen.
Mit Strahlendem Gebiß, den Nachbarn leuchtet er voran, seine Hauer, ganz gewiß, die greift Herr Zahnstein Niemals an.
Darum, mein Sohn seist du bedacht, mit diesem Werkzeug - gut gemacht.

Auf jenem 21er Flur, trifft Adel sich, und Schönheit nur.
Uns allen ist sie im Gedächtnis, die Schönste Tunte vom 13 Flurfest, unser Malte.
Ich seh sie sie noch vor mir, in jener nacht, einem Engel gleich,
so schwebt sie auf den Stufen, Gottes Atem umflort die königliche Pracht.

Sei Schön wie einst - im neuen Jahr - nach Feierabend im String-Tanga!

Doch sorgen hat der Niklaus auch, in dunkler Nacht-denn es-gibt Kinder, die nicht auf sich ach-ten.
So lud die Diebe förmlich zu sich ein, mit offner Tür der Christioon,
- da kannten die Furien kein Pardon.
Die Hexen vom 22er, voll Niedertracht und Gier, die nahmen sich all seine Habe - zum Hexensabbat, mit Satan und Bier.
Eine Alarmanlage, die wärs gewesen, doch die war uns zu teuer - häng meinen MACHDIETÜRZU- Zettel in dein Gemäuer.

Die Gute Tine, auf dem 24er Flur, die nahm ein Weisenkind zu sich - daß fraß Hackfleisch pur.
Günther ward ihre Meise getauft, Das Hackfleisch, daß hat sie bei Aldi gekauft.
Schwer ist der Abschied ihr geworden, doch nach der Freiheit zogs ihn fort,
er konnte nicht bleiben auf ewig dort.
Wenn er mal wieder zum Tee dich besucht, dann gib ihm dies Futter, mit Hackfleisch und Butter.

Mit Tine seit Jahren Tür an Tür, lebt Marian, der dunkle Krieger, hat Durst, trinkt Bier, und hört seine Lieder.
Er hat dabei, uns längst bekannte Preferenzen, wir werden ihm auch gleich was kredenzen.
Doch hier zur Bühne kommen soll er nicht allein,
Die Merlind diagonal, andere Gebäudeecke und diagonal anderer Biergeschmack, die soll auch her, aber zack-zack!
Um Toleranz sollt künftig ihr euch mühen, deshalb soll jeder trinken von des andern Brühen.
Nimm jeder Alt und Kölsch vertauscht und kipp allein - sich selbes in die Fresse rein!

Die Heiterkeit im Allgemeinen ist eine Zier - was hilft das Weinen?
Das weiß auch der Andreas Sicken, der nicht nur lächelt mit den Blicken, sondern auch in lauer Nacht
Die Nachbarn zur Verzweiflung lacht.
Der Niklaus ist stets voll auf Zack
-Hier bringt er dir nen Lachesack!

An dieser Stelle liegt besonders mir am Herzen, den Adam zu ehren, für gutes Werk, nach üblen Scherzen.
Die Worte leih ich mir, für deine Schwere Tat, bei William Blake, der hat gesagt:

"Some are born, for sweet delight-
- Some are born, for endless night"

Beschissene Details, will ich uns hier ersparen, nimm unsern Orden, zum Himmel auf, dereinst wirst fahren!


Wo wir hier schon mal beim Putzen, Dem 25er Dies Utensil, daß wird er nutzen.
Das Flurfest machte Riesendreck - vor Heiligabend muß das weg!

Der Christoph, sei hier klar gesagt, als Wohheimpaparazzo, die Menschen plagt.
Privatsphäre gibt's nimmer bei uns dehemm, dafür sorgt die Digicam.
Mein Präsident, wir danken von Herzen dir, und segnen dich mit diesem Presseausweis, als Legitimationspapier.
Den alten Arndt, will ich nun loben
Der ist auf dem weg nach oben
Den Guten weg wirst du beschreiten
Dies zur Erinnerung - an wilde Zeiten!

Ein kleiner Flur mit Namen 22, versinkt in wiederlichen Schwaden
Und lauscht dem Krach - vom liederlichen Schwaben!
Das Flurklima wird nun Ok,
mit Wattebausch und Duftespray!

Mit Sorge sah ich Christian Ham-es vom 15er Flur,
Bar jeder Scham - es ist ein Graus - späht er nach langen Beinen aus!
Damit er kann halten das 11te (7)Gebot,
von mir ein Kalender - gegen die Not!

Zum Abschluß, Martina, es gibt mir die Dröhnung,
vollzieh ich mit dir - der FirstLady Krönung.
Autor und Nikolaus: Torben Reuter, 2227